Okay, du willst surfen lernen. Nice. Aber bevor du dir für 800€ ein Board kaufst und nach Portugal fliegst: Lies das hier. Es spart dir Geld, Frust und mindestens drei blaue Flecken.
Ernsthaft. Surfen ist demütigend. Du wirst fallen. Viel. Deine erste Session wird zu 90% aus Paddeln bestehen und zu 10% aus Wasser schlucken. Das ist normal. Jeder Surfer, den du im Lineup siehst und der smooth Turns fährt, hat Hunderte Stunden im Wasser verbracht.
Mein erster Surftag? Drei Stunden im Weißwasser, null Wellen gestanden, dafür eine Beule am Kopf vom eigenen Board. Legendär. — Redaktion
Ja, kostet Geld. Ja, lohnt sich trotzdem. Ein guter Instructor zeigt dir in 2 Stunden Dinge, die du allein in 2 Wochen nicht lernst:
Surfschulen an der französischen Atlantikküste oder in Portugal (Peniche, Ericeira) sind meistens günstiger und besser als fancy Surfcamps für 2000€.
Faustregel für Anfänger: Je größer, desto besser. Ja, du siehst dabei aus wie ein Anfänger. Weil du einer bist. Deal with it.
Das Lineup hat Regeln. Halte dich dran, sonst bist du der meistgehasste Mensch im Wasser:
| Vorfahrtsrecht: | Wer näher am Peak ist, hat die Welle. Nicht droppen! |
| Nicht im Weg paddeln: | Paddle Richtung Weißwasser, nicht durch die Welle |
| Board kontrollieren: | Lass dein Board nicht los. Nie. |
| Nicht snaken: | Um andere herum paddeln, um die bessere Position zu bekommen? Not cool. |
Hier ist, was die meisten Surfschulen dir nicht sagen:
| Tag 1-3: | Weißwasser reiten. Viel fallen. Arme tun weh. |
| Woche 1-2: | Erste grüne Wellen. Aufstehen klappt manchmal. |
| Monat 1-3: | Du kannst reliably aufstehen und geradeaus fahren. |
| Monat 6-12: | Erste Turns. Du fängst an zu verstehen, wie Wellen funktionieren. |
| Jahr 2+: | Du surfst. Wirklich surfen. Bottom Turns, Cutbacks, vielleicht erste Tubes. |
Surfen lernen ist ein Marathon, kein Sprint. Aber der Flow, wenn du zum ersten Mal eine grüne Welle abreitest? Unbezahlbar. Absolut unbezahlbar.